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Guten Tag,

Sie gestatten, dass ich mich vorstelle? Mein Name ist Laktosito und ich stelle fest, dass Sie, wie viele Andere auch, ebenfalls zur Familie der „Li´ler“ gehören. Hm, eigentlich eine logische Schlussfolgerung, sonst hätten Sie dieses Buch wohl kaum gekauft und mich hier besucht. Ich werde Sie – wenn Sie erlauben – bis zur letzten Seite begleiten, und Sie werden schon bald bemerken, dass Laktose-Intoleranz nicht unbedingt ein Mangel an Lebensqualität bedeutet. Ganz im Gegenteil. Aber hier nun eine kurze Erklärung zur Laktose-Intoleranz.

Laktose-Intoleranz

Milchzucker (Laktose) ist in Kuhmilch enthalten.

Eine Laktose-Intoleranz ist eine Milchzucker-unverträglichkeit., sie ist keine Allergie und löst daher auch keine Immunreaktion im Körper aus..  Ursache für die schweren Störungen der Verdauungstätigkeit ist ein Enzymdefekt. Der Organismus produziert eine zu geringe Menge an Lactase-Enzymen, welche zur Verdauung der Laktose - also des Milchzuckers – im Darm benötigt werden. Damit dieser Zucker im Dünndarm aufgenommen werden kann, muss er in zwei Teile gespalten werden: Glukose und Galaktose. Das Enzym Lactase, das sich in der Dünndarmschleimhaut befindet, ist für diese Spaltung  zuständig. Menschen mit einer Laktose-Intoleranz können Milchzucker nicht mehr in seine Einzelbestandteile zerlegen; die Fähigkeit zur Spaltung des Zuckers ist verringert. Der Milchzucker bleibt im Darm, bindet Wasser und es kommt zu Durchfall. Zusätzlich vergären Darmbakterien den ungespaltenen Zucker, wodurch Blähungen entstehen. Aufgrund dieser Blähungen, die auf das Herz drücken können, kann es zu Herzrasen, Schweißausbrüchen, Übelkeit, krampfartigen Bauchschmerzen und Angstzuständen kommen. Klingen diese Symptome langsam ab, kommt es meist bei sehr empfindlichen Personen zu Schüttelfrost und depressiven Verstimmungen. Die Symptomatik der Laktose-Intoleranz ist sehr vielschichtig, oft unspezifisch und unterscheidet sich in ihrer Ausprägung stark von Person zu Person. Diese Beschwerden können bereits kurz nach der Nahrungsaufnahme auftreten, aber auch erst Stunden später oder auch erst am nächsten Morgen. Auch können andere Symptome wie Kopfschmerzen, chronische Müdigkeit, Nervosität, Gliederschmerzen, unreine Haut und Schlafstörungen, auftreten

Was tun in diesem Fall?  Es reicht nicht aus, allein auf den Genuß von Milchprodukten zu verzichten, da auch viele industriell hergestellte Fertigprodukte - Fertigsaucen, Suppen, Süßstofftabletten, Süßigkeiten, Backwaren,  Nahrungsergänzungsmittel, Pizza, Wurstwaren, Schinken, etc. - Laktose enthalten. Auch die Mehrzahl der Medikamente beinhaltet Laktose als Trägermittel, daher sollte man vor der Einnahme von Tabletten den Arzt um Rat fragen, denn meist gibt es auch eine laktosefreie Alternative.

Hier noch ein paar Tipps:

Seit dem 25.11.2005 (EU-Richtlinie 2003/89/EG) sind die Lebensmittelhersteller verpflichtet, Laktose auf dem Zutatenverzeichnis auszuweisen. Lesen Sie also immer das Zutatenverzeichnis und überprüfen Sie, ob eventuell „versteckte“ Laktose enthalten ist! Bei folgenden Zutaten kann dies der Fall sein:

Zuckerstoffe, Gewürze, Gewürzmischungen, Rahm, Milchpulver jeglicher Art, Lactosemonohydrat. Auch bei so genannten „laktosefreien“ Lebensmitteln – Milch, Butter, Käse  etc.- sollten Sie genau hinsehen, da meist ein Rest von mindestens 0,1% an Laktose ausgewiesen ist. Ich persönlich habe es ausprobiert und sofort auf diese geringe Menge reagiert. Einigen Produkten wie bei laktosefreier Milch, wird das Enzym Lactase bereits vor der Abfüllung zugefügt, daher ist die laktosefreie Milch auch süßer.

Warum Laktose-Zusatz in unseren Lebensmitteln?

Milchzucker bindet Wasser sehr gut, so kann von uns „Unwissenden“ unbemerkt, noch mehr Wasser in den Produkten gebunden werden. Da Milchzucker nur schwach süßt, ist er ein „ideales“ billiges Füllmittel mit dem man den Feststoffanteil preiswert erhöhen kann.

Nach diesem kleinen Einblick, wissen Sie nun, warum Laktose, also Milchzucker, in fast allen Lebensmitteln zu finden ist und es uns oft schlecht geht, ohne dass wir eigentlich etwas Falsches gegessen haben.

In Milchprodukten ist neben Kalzium auch Protein enthalten. Doch je mehr Protein in Verbindung mit Kalzium aufgenommen wird, was bei tierischen Lebensmitteln sehr oft der Fall ist, desto mehr wird Kalzium im Urin ausgeschieden. Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukte enthalten schwefelhaltige Aminosäuren und auch viel Phosphat, was zu vermehrter Kalziumausscheidung beiträgt. Gemüse dagegen enthält viele organische Säuren und Salze, wirkt dadurch der Säurelast tierischer Lebensmittel entgegen und mindert die Kalziumausscheidung und damit den Knochenabbau. Mit der richtigen Kombination der Lebensmittel kann eine ausgewogene Ernährung den Kalziumbedarf decken.

Hätten Sie nicht gedacht, was?  Aber auch auf ein saftiges Steak sollten Sie nicht verzichten. Wie gesagt, alles in Maßen, nicht in Massen sondern abwechslungsreich und schon klappt es auch mit der Ernährung und dem Kalziumspiegel. Man muß sich nur ein paar Gedanken machen. Und noch etwas:  Hören Sie auf Ihren Körper – ich bin mit meinem „per Du“ und das funktioniert prima. Er signalisiert mir genau was er braucht, dann gebe ich ihm das auch.

Hallooo…damit sind nicht tütenweise Chips gemeint!!!

 

Auch die Zutaten spielen in der laktosefreien Ernährung eine große Rolle!

Wir brauchen keine Geschmacksverstärker, keine Hefe-Extrakte, keine künstlichen Farbstoffe und Aromen. Ebenso sollten unsere Zutaten ungeschwefelt und unbestrahlt sein. Daher achte ich sehr darauf, welche Kräuter und Gewürze ich bei meinen Gerichten verwende. Diese zu finden, war schwierig, aber ich bin fündig geworden.

Übrigens: Diejenigen, die wundervolle Küchenfotos von den einzelnen Gerichten erwarten und nicht finden, tröste ich mit Folgendem:

Wer selbstständig und mit dem Herzen kocht, der hat auch genügend eigene Phantasie, seine Gerichte dekorativ anzurichten. Denn jeder macht dies auf seine eigene Art mit Herzblut …

Also, wenn Sie wundervolle Fotos suchen, so schauen Sie einfach in einem der zahlreichen Bildbänden nach, da werden Sie mit Sicherheit fündig.

Nur … meine Rezepte werden Sie dort nicht vorfinden …

 

Ihr Laktosito
 

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